Offener Brief an die Grötzinger FDP und CDU

Am Freitag, dem 6. Februar 2026, war die gemeinsame Wahlkampfveranstaltung der vier im Grötzinger Ortschaftsrat vertretenen Parteien.


Sie demonstrierte, dass demokratische Parteien trotz aller Rivalität zusammenarbeiten und anständig miteinander umgehen, in Zeiten von Trump & Co keine Selbstverständlichkeit mehr.

Nun tauchte tags darauf der folgende Post auf.

„Staatssekretärin @uteleidig behauptete bei einer Veranstaltung, sie würde immer nur mit dem Fahrrad fahren!“

Richtig ist: Frau Dr. Leidig sagte zum Thema Mobilität, dass sie mit verschieden Verkehrsmitteln unterwegs sei, zum Beispiel habe sie in letzter Zeit in Heidel­berg zu tun gehabt, wo ihre Mutter lebte, und ihr Fahrrad im Zug mitgenommen für die letzten anderthalb Kilometer. Herr Breier sagte dazu, dass das künftig mit autonom fahrenden Bussen zu schaffen sein sollte, worauf sie meinte, dass Bewegung gesund sei und man in der Stadt doch fast alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen könne. Damit meinte sie Besorgungen im Wohnum­feld und nicht die Fahrt von Grötzingen in die Innenstadt in einer regnerischen Februarnacht. Wenn Sie, Staats­sekretärin mit Dienstwagen, behauptet hätte, sie würde immer nur mit dem Fahrrad fahren, hätte man im Saal laut gewiehert.

„Während man im Saal vom Fahrradfahren redet steht der Fahrer mit dem Dienstwagen im Halteverbot“

Richtig ist: Der Fahrer stand dort mit dem Dienstwagen nicht während der Veranstaltung, sondern nur kurz nachher, um Frau Dr. Leidig abzuholen. Es gibt dort kein Verkehrszeichen 286, sondern nur das abgebildete Schild. Der Zusatz „Nur zum Be- und entladen!“ ist weder logisch, noch recht­schreibkorrekt, muss aber bedeuten, dass ein Fahrzeug dort im Gehwegbereich kurz stehen darf, um etwas oder jemanden zu bringen oder zu holen.

Was der Post betreibt, heißt „negative campaigning“ und wurde von Arthur Finkelstein erfunden, siehe https://truestoryaward.org/story/88. Die Devise ist: Sprich nicht von deinem Programm, mache nur deine Gegner schlecht, hemmungslos mit Lügen. So kamen und kommen Leute wie zum Beispiel Netanjahu, Orban und Trump an die Macht.

Liebe Grötzinger FDP und CDU, ist das Ihr Stil? Betrachten Sie die Grünen als Hauptgegner? Der Gegner, der die Demokratie aushöhlen möchte, ist ein anderer.

Mit freundlichen Grüßen
Karl Berger

P.S. Robin Schuster hat nachgelegt. In einem neuen Reel beklagt er sich mit Krokodilstränen darüber, dass ihm Ute Leidig den Handschlag verweigert habe, und wiederholt seine falschen Behauptungen, beispielsweise, dass ihr Fahrer mit dem Dienstwagen vor der Begegnungsstätte im absoluten Halteverbot gestanden hätte. Siehe Bilderschau. Und er unterstellt ihr, weder an ihrem Dienstort Stuttgart, noch in ihrem Wahlkreis viel anwesend zu sein. In Trumpmanier macht er seine Konkurrentin schlecht, hemmungslos mit Lügen, wundert sich, dass sie ihm nicht die Hand geben möchte, und hofft, damit die Stimmen junger Leute zu gewinnen.

Die vier im Grötzinger Ortschaftsrat vertretenen Parteien wollten mit ihrer gemeinsamen Wahlveranstaltung zeigen, wie Demokraten anständig miteinander umgehen. Dagegen verstößt Robin Schuster seit dem Tag danach. Die Wählerinnen und Wähler werden entscheiden, wem sie zutrauen eine anständige Politik zu machen.

Podiumsdiskussion zur Landtagswahl

Wie schon bei der Bundestagswahl vor einem Jahr, gab es auch vor der Landtagswahl am 8. März eine gemeinsame Veranstaltung von Grünen, SPD, CDU und FDP in Form einer Podiumsdiskussion in der Herbert-Schweizer-Begegnungsstätte. Dabei haben sich die jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten persönlich vorgestellt, wurden zur verschiedenen Themen befragt und haben auch den Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort gestanden.

Mit dabei waren:

Ute Leidig, Bündnis 90/Die Grünen

Meri Uhlig, SPD

Robin Schuster, CDU

Jörg Breier, FDP

Alles in allem eine gute und gelungene Veranstaltung, bei der (meinem Empfinden nach, G. Vorberg) strake Frauen gepunktet haben.

Podiumsdiskussion in Grötzingen
Das Podium vor Ort
Ute Leidig steht Rede und Antwort
Cem Özdemir kommt am 20.2. nach Karlsruhe

Narrensprung 2026

Am 1. Februar fand in der diesjährigen Fasnachtskampagne der Narrensprung hier in Grötzingen statt. Traditionell werden der Ortschaftsrat und der Ortsvorsteher in Ketten gelegt, aus dem Rathaus geführt und der Ortsvorsteher muss den Schlüssel des Rathauses für die nächste Zeit den Narren übergeben.

Hier ein paar Impressionen:

75% der GRÜNEN Fraktion in 100% Fasnachtsoutfit
Der Ortschaftsrat in Ketten
Befreit von den Ketten beim Zug durch den Ort