Dialoginsel der Grünen am Baggersee, Sonntag, 16.08.2026

Sommer, Sonne, Naturschutz

Die Grünen in Grötzingen haben, passend zur Ferienzeit und heißem Wetter (sich veränderndes Klima), Baggersee Grötzingen in den Blick genommen, um zu sehen, wie gut Freizeitverhalten und Naturschutz an diesem schönen Naherholungsort miteinander im Einklang stehen. Das Areal ist ein Bestandteil des Konzeptes „Meine grüne Stadt“.

Um darüber direkt vor Ort mit Besucherinnen und Besuchern des Baggersees ins Gespräch zu kommen, wurde auf dem Weg vom großen Parkplatz an der Schutzhütte am sehr heißen Sonntagnachmittag für zwei Stunden eine Dialoginsel aufgeschlagen. Eine kleine Gruppe hatte sich parallel auf den Weg gemacht, um rund um den Baggersee Kippen und Müll zu sammeln. Leider wird das Rauchverbot teilweise noch missachtet und der eigene Müll nicht immer mitgenommen.

Ein Ort, viele Ansprüche

Der Baggersee liegt in einem Natur- und Landschaftsschutzgebiet und ist im Sommer ein Ort mit vielen Ansprüchen: Spazierengehen, Radfahren, Joggen, Baden, Gassi gehen, allein, mit Familie oder Freunden, bei frischer Luft früh morgens oder zum Sonnenuntergang – dies alles ist hier möglich und erwünscht. Das attraktive Freizeit- und Naturareal, direkt vor der Tür, erholsam, grün und ruhig, ist jedoch auch Teil eines klimabedingt unter Stress stehenden Ökosystems.

Im Dialog

Viele, die vorbeikamen schauten aufmerksam, bekundeten Zustimmung oder fragten interessiert nach. Vor Ort sein und mit Bürger/innen in Dialog kommen war ausdrücklich erwünscht, auch außerhalb von Wahlkampfzeiten, was manche positiv überrascht hat.

 

Hintergrund

Seit 2015 gibt es vom Grötzinger Ortschaftsrat, der Ortsverwaltung und der Stadt eine zusammen mit verschiedenen Interessensvertretern ausgearbeitete Rechtsverordnung (RVO) für das Areal. Seitdem informieren einige Hinweistafeln, Verkehrsschilder, Banner, im Rathaus ausliegende Flyer mit QR-Code, ehrenamtliche Aufsichtskräfte und ein extern beauftragter Sicherheits- und Kontrolldienst an die Gegebenheiten und Regeln am Baggersee. Dies alles soll helfen, diesen schönen, naturbelassenen Ort möglichst lange zu erhalten.  Die breiten Nutzungsinteressen erfordern aber auch Bewusstsein, gegenseitige Rücksichtnahme und Beachtung von Verhaltensregeln (RVO).

Fazit der Grünen

Vieles hat sich in den letzten Jahren am Baggersee in Grötzingen deutlich verbessert. Das Wissen und das Verhalten der Besucher sind konstruktiv und positiv. Es gibt auch Ausnahmen wie Parken auf einem grünen Randstreifen oder das Rauchen. Es zeigte sich, dass gemeinsam und im Dialog Freizeitverhalten und Naturschutz gut miteinander funktionieren können. Dennoch bleibt die Lage am Baggersee aus ökologischen Gesichtspunkten weiterhin ein Balanceakt.

Balanceakt am Grötzinger Baggersee

Sommer am Baggersee: Wenn Freizeit und Naturschutz aufeinandertreffen

Sobald die Temperaturen steigen, zieht es die Menschen ans und ins Wasser. Baggerseen bieten kühles Wasser, Schatten, Ruhe, sind meist kostenlos erreichbar. Genau darin liegt aber auch das Problem.

Ein Ort, viele Ansprüche

Die Besonderheit des Grötzinger Baggersees liegt in der Vielzahl an Nutzungsmöglichkeiten (Hundestrand, Badezone, Pferdeeinstieg) sowie seiner Lage. Der Baggersee liegt im Naturschutzgebiet bzw. Landschaftsschutzgebiet. Er ist von feuchten Bruchwäldern und dem Weingartener Moor umgeben.

Damit treffen an einem warmen Wochenende unterschiedlichste Interessen aufeinander: Schwimmer suchen ruhiges Wasser, Hundebesitzer lassen ihre Tiere baden, Reiter nutzen die Uferwege und den Wassereinstieg, Jogger und Spaziergänger umrunden den See. Jede Gruppe hat legitime Bedürfnisse – gegenseitige Rücksichtnahme ist von Nöten.

Ein Ökosystem unter Druck

Nicht nur Menschen suchen am Baggersee Ruhe und Erholung, auch die Natur und ihre tierischen Bewohner suchen diese. Baggerseen sind keine robusten Naturräume, sondern empfindliche Lebensräume.

Lärm beeinträchtigt oder vertreibt ansässige, teils gefährdete Arten.

Der Klimawandel und damit sinkende Wasserstände, steigende Temperaturen, ein gestörter Nährstoffhaushalt verschärft die Problematik– und das genau in den Sommermonaten, in denen der Besucherandrang am größten ist.

Regeln sind da – aber wirken sie?

Schutzzonen, Leinenpflicht, Verbote für offenes Feuer, Rauchen: Die Regeln existieren. Das Problem ist meist nicht ihr Fehlen, sondern die Durchsetzung. Bei vollem Ufer fehlt oft das Personal zur Kontrolle, und viele Besucher kennen die Vorschriften schlicht nicht oder ignorieren sie. Hinzu kommt liegen gelassener Müll – Kippen, Plastik, Glasscherben –, der Tiere gefährdet und die Wasserqualität, die Natur belastet.

In Grötzingen engagieren sich Bürger und Bürgerinnen, die ehrenamtlich eine Baggerseeaufsicht durchführen. Die Erfahrungen mit den Besuchenden sind unterschiedlich (siehe Verständnis und Rücksichtnahme)

Kein Widerspruch, aber ein Balanceakt

Naturschutz und Freizeitnutzung schließen sich nicht grundsätzlich aus. Klare Zonierung, verständliche Kommunikation und etwas Eigenverantwortung der Besucher entschärfen viele Konflikte. Getrennte Bereiche für Hunde, ausgewiesene Ruhezonen, Infotafeln, die erklären warum eine Regel gilt, sowie ausreichend Mülleimer mit sichtbaren Kontrollen zeigen spürbare Wirkung.

Fazit

Wie viel Natur können wir gleichzeitig nutzen und schützen? Eine endgültige Antwort gibt es nicht – aber mit Verständnis und etwas mehr Rücksicht bleibt der Baggersee auch künftig das, was er heute ist: ein Stück Sommer vor der Haustür.

Der Weltnichtrauchertag

Weltnichtrauchertag: Ein Tag für Gesundheit und Umwelt

Der Weltnichtrauchertag wird jedes Jahr am 31. Mai begangen. Er wurde von der Weltgesundheitsorganisation ins Leben gerufen, um auf die gesundheitlichen Risiken des Rauchens aufmerksam zu machen.

Rauchen zählt zu den wichtigsten vermeidbaren Ursachen für Krankheiten und vorzeitige Todesfälle. Gleichzeitig profitieren Menschen bereits kurz nach dem Rauchstopp von positiven Veränderungen: Die Atmung verbessert sich, das Herz wird entlastet und das allgemeine Wohlbefinden steigt.

Neueste Untersuchungen zeigen, dass die Zahl der Rauchenden in der Gruppe der Jugendlichen wieder ansteigt.

Neben den gesundheitlichen Folgen hat Rauchen auch erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt. Besonders problematisch sind weggeworfene Zigarettenkippen. Sie gehören weltweit zu den häufigsten Formen von Müll in Städten, Parks und an Stränden. Die Filter bestehen überwiegend aus Kunststofffasern und können viele Jahre benötigen, um sich zu zersetzen. Dabei werden Schadstoffe wie Nikotin, Schwermetalle und andere giftige Chemikalien freigesetzt, die Böden und Gewässer belasten. Gelangen Kippen in Flüsse oder Meere, können sie für Tiere gefährlich werden, da diese die kleinen Kunststoffteile mit Nahrung verwechseln.

Der Weltnichtrauchertag erinnert daher nicht nur an die Bedeutung eines rauchfreien Lebens für die eigene Gesundheit, sondern auch an die persönliche Verantwortung für unserer Umwelt. Jeder vermiedene Zigarettenstummel trägt dazu bei, Natur und Gewässer sauberer zu halten und die Belastung durch Kunststoffabfälle zu reduzieren.

Die Grünen in Grötzingen haben auch dieses Jahr den Weltnichtrauchertag zum Anlass genommen, im Ort Zigarettenkippen einzusammeln.

 

Orange Days in Grötzingen

Die Orange Days machen jedes Jahr bundesweit auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam – ein Problem, das leider weiter zunimmt. In Karlsruhe: 2021 wurden 892 Taten häuslicher Gewalt erfasst, 2022 waren es 1097, 2023 dann 1185 (Quelle: Kriminalstatistik der Jahre 2022 – 2024, Polizei Baden-Württemberg, Polizeipräsidium Karlsruhe). Aber es geht nicht nur um häusliche Gewalt. Auch Unsicherheiten im öffentlichen Raum, Catcalling („Anmache“) oder digitales Stalking zählen zu Formen von Gewalt gegen Frauen.

Der Ortsverband GRÜNE Grötzingen beteiligte sich mit einer Aktion an den diesjährigen Orange Days (25.11. – 10.12.). Am Samstag, den, 29.11.2025, waren wir mit einer Dialoginsel auf dem Rathausplatz, um zwischen 9 und 12 Uhr zu diesem Thema mit Bewohnerinnen und Bewohnern von Grötzingen zu sprechen.

OV GRÜNE Grötzingen im Gespräch

Dr. Ute Leidig vor Ort

Als Fazit ergab sich, dass Grötzingen als sicherer Ort angesehen wird. Das ergibt sich auch aus den Statistik für Grötzingen, die einmal im Jahr vom Polizeipräsidium Durlach dem Ortschaftsrat und der Bevölkerung vorgestellt wird. Aber nicht nur die Zahlen sprechen für Grötzingen, auch das persönliche Empfinden, ein ganz wichtiger Faktor für die Lebensqualität vor Ort.

Erwähnt wurden einige Orte in Karlsruhe und zwischen Grötzingen und Durlach.

Alle Anregungen und Erfahrungen der Bürgerinnen und Bürger gehen an den Kreisverband in die Stadt und damit auch an die Vertreter:innen im Gemeinderat.

Wir danken allen Menschen, die mit uns ins Gespräch gekommen sind und auch Dr. Ute Leidig, die sich die Zeit genommen hat und persönlich nach sicheren oder unsicheren Orten in Grötzingen gefragt hat.

 

Wo will ich mich sicherer fühlen?

Dialoginsel Orange Days

Die Orange Days machen jedes Jahr bundesweit auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam – ein Problem, das leider weiter zunimmt. Auch in Karlsruhe ist das Thema präsent: Von 1.185 registrierten Fällen häuslicher Gewalt im Jahr 2024 waren rund 80% Frauen betroffen. Für Grötzingen weist die Kriminalstatistik zwar kaum Fälle aus, doch Gewalt hat viele Gesichter.

Denn es geht nicht nur um häusliche Gewalt. Auch Unsicherheiten im öffentlichen Raum, Catcalling („Anmache“) oder digitales Stalking zählen zu Formen von Gewalt gegen Frauen. Seit Februar 2025 gibt es ein  bundesweites Gewalthilfegesetz, das erstmals einen klaren rechtlichen Rahmen für Prävention, Unterstützung und Bekämpfung schafft.

Die GRÜNEN in Grötzingen möchten – auch mit Blick auf die Stadtentwicklung – für dieses Thema sensibilisieren und stellen die Frage:

An welchen Orten in Grötzingen und der Stadt möchte ich mich sicherer fühlen?

Am Samstag, 29.11.2025, von 9 – 12 Uhr sind wir mit unserer Dialoginsel auf dem Rathausplatz. Wir hören zu, nehmen Hinweise auf und kommen ins Gespräch. Unterstützt werden wir dabei von unserer Kandidatin für den Landtag und Staatssekretärin Dr. Ute Leidig.

Wir freuen uns auf ihren Besuch und ihre Anregungen..

Wie geht’s Grötzingen?

Am 18. Oktober standen die GRÜNEN Grötzingen mit ihrer Dialoginsel von 9 Uhr bis 12 Uhr auf dem Rathausplatz.

Dieses Mal mit der Frage: Wie geht’s Grötzingen?

Ob nun mit Komma („Wie geht’s, Grötzingen?“) oder ohne, immer geht es uns darum zu erfahren, was die Bürger und Bürgerinnen im Ort bewegt, wo sie Vorschläge, Hinweise … oder auch Lob 🙂 … haben.

Aktuelle Themen wie die Haushaltsdiskussion der Stadt Karlsruhe beschäftigen ebenso wie das Leben im Dorf, sei es durch Vereine oder im privaten.

Wir danken allen Personen, die sich geäußert haben und werden weiterhin ein Ohr für jeden haben, der uns bei unseren Dialoginseln besucht.

Nächster Termin: voraussichtlich 29.11.2025, 9-12 Uhr

Dialoginsel GRÜNE Grötzingen: Kinderbetreuung

Am 19.07. haben die GRÜNEN Grötzingen vor dem Brunnen am Rathaus eine Dialoginsel aufgestellt, um sich mit Grötzingerinnen und Grötzingern über das Thema Kinderbetreuung zu unterhalten. Passend zum Anlass gab es für die Kleinen auch Bobbycar, Kugelbahn und Bauklötze.

 

 

Ein heißes Thema

Wochen zuvor war dieses Thema in der Bevölkerung stark hochgekocht, nachdem bekannt wurde, dass die Stadt beabsichtigt, den Geschwisterfreibetrag bei Kitas abzuschaffen. Dieser Ansatz, den Karlsruher Haushalt zu Lasten der Karlsruher Familien zu entlasten, wurde nach massivem Widerstand aus der Bevölkerung und einiger Fraktionen im Gemeinderat schließlich wieder fallengelassen.

Nichtsdestotrotz bleibt Kinderbetreuung ein großes Thema. Für viele Eltern ist die Sicherstellung der Betreuung ihrer Kleinen eine jährlich wiederkehrende Mammutaufgabe. Einen Platz finden in einer Betreuungseinrichtung, diesen Platz bezahlen können, die Schließzeiten der Einrichtung mit den eigenen Arbeitszeiten abstimmen…

Lage in Grötzingen

 Die zahlreichen Gespräche, die am Samstag geführt wurden, zeichnen für Grötzingen ein Bild als „Insel der Glückseligkeit“ und können nicht als repräsentativ für die Stadt Karlsruhe angesehen werden. Überwiegend hatten die Personen eine passende Kinderbetreuung gefunden, sowohl im Vorschul- als auch im Schulalter.

 

Betreuungsplan in Zukunft

Bei Eltern von Grundschulkindern gab es dennoch Sorgen bezüglich ihrer Betreuungsversorgung bei Eintreten des Rechtsanspruches auf Betreuung ab dem Schuljahr 2026/27. Die Stadt hat eine „Neukonzeption der Schulkindbetreuung zum Schuljahr 2026/27“ in Verbindung mit dem Ganztagsförderungsgesetz (GaFöG) erarbeitet: Den genauen Inhalt des Papiers „Das Schulkind- Bildungs- und Betreuungssystem (SKiBB)“ können Sie hier Neukonzeption SKiBB einsehen.

Wir werden mit unserem Angebot der Dialoginseln wieder ab Herbst mit verschiedenen Themen vor Ort sein.

GRÜNE Dialoginsel: Kinderbetreuung

Kurz vor der Sommerpause und den Sommerferien nimmt sich der Ortsverband GRÜNE Grötzingen am 19.7. mit einer Dialoginsel auf dem Rathausplatz einem brisanten Thema an: Kinderbetreuung.

Für viele Eltern ist die Sicherstellung der Betreuung ihrer Kleinen eine jährlich wiederkehrende Mammutaufgabe. Einen Platz finden in einer Betreuungseinrichtung, diesen Platz bezahlen können, die Schließzeiten der Einrichtung mit den eigenen Arbeitszeiten abstimmen….

Besonders der finanzielle Aspekt ist auch eine Herausforderung.

Der Vorstoß der Stadt Karlsruhe, den kostenfreien Geschwisterplatz bei städtischen Einrichtungen bzw. den Geschwisterkind-Zuschusses zu streichen, führte zu einem Aufruhr bei den Eltern. Zumal die Ankündigung dieser Sparmaßnahme sehr kurzfristig erfolgte.

Die familienpolitischen Sprecher:innen der Grünen äußerten sich dazu:

„Dieser Einsparvorschlag sorgt für unverhältnismäßig hohe finanzielle Belastungen bei den betroffenen Familien. Die Last dieser Maßnahme wäre zudem ungerecht auf den Schultern weniger Eltern verteilt.“

Der Einsparvorschlag wurde von der Stadt zurückgezogen, was bestimmt auch dem öffentlichen Protest der Elternschaft zu verdanken ist.

Am 19.7.2025 steht die GRÜNE Dialoginsel von 9 Uhr bis 12 Uhr auf dem Rathausplatz in Grötzingen. Mitglieder der Fraktion und des Ortsverbandes möchten sich mit Ihnen über die Situation Grötzingen unterhalten.

Wir freuen uns auf jeden, der kurz bei uns verweilt.

Mehr Frauen in die Politik. Aber wie? Dialoginsel der GRÜNEN auf dem Rathausplatz

Dem Motto folgend „Dialog stärkt Demokratie“ schlugen die GRÜNEN am Samstag, dem 24. Mai für ein paar Stunden auf dem Rathausplatz wieder ihre Dialoginsel auf. Diesmal wandten sie sich der Frage zu „Mehr Frauen in die Politik. Aber wie?“

Bei sonnigem Wetter und mit Unterstützung der frauenpolitischen Sprecherin der GRÜNEN in Karlsruhe traf das Thema bei Bürgerinnen und Bürgern auf reges Interesse und Diskussionslust.

Frauen sind in der Politik nach wie vor in der Minderheit

Ein paar Fakten zur Ausgangslage: im Hinblick auf die Präsenz von Frauen in politischen Ämtern befindet sich Baden-Württemberg lt. dem Gleichstellungsatlas des BMBFSFJ unter den 16 Bundesländern auf Stufe 2 von 4 (Stufe 4 = höchster Anteil). Der Anteil von Frauen an den Mandaten im Landesparlament in Stuttgart beträgt aktuell 29,2 %. Den höchsten Anteil hat Hamburg mit 48,8 % und den niedrigsten Bayern mit 24,6 %.

Die Kommunalebene

Besser sieht es aus in den Kommunalparlamenten von BaWü. Das Bild aller vertretenen Parteien in den Ratsfraktionen nach der Kommunalwahl 2024 zeigt 55 % Rätinnen bei den Linken, gefolgt von 52 % bei den GRÜNEN. Die wenigsten Frauen sind mit 15 % bei der AfD vertreten (Quelle: Landeszentrale für politische Bildung BaWü, www.lpb-bw.de/frauenanteil-laenderparlamente). Wenn man/frau bedenkt, dass auf Kommunalebene Entscheidungen getroffen werden, die direkt das Leben der Menschen vor Ort beeinflussen, dann ist eine ausgewogene Vertretung sehr wichtig.

Mehr Frauen in die Politik. Aber wie?

Diese Fakten haben natürlich viele Ursachen. Das Spektrum reicht von strukturellen Bedingungen in der Wirtschaft (Erwerbstätigkeit von Frauen) bis zu vielfältigen privaten Gründen bei der individuellen Lebensplanung von Frauen und Männern. Dies spiegelten auch die Rückmeldungen bei der Dialoginsel der GRÜNEN in Grötzingen so wider. Einige Dialogbeiträge seien hier aus Datenschutzgründen anonymisiert wiedergegeben: Die mehrfache Belastung von Familienarbeit, Beruf und zusätzlich durch ein Amt war die häufigste Nennung. Aber auch die Diskussionskultur in manchen Gremien (Ellenbogen), fehlende Möglichkeiten für die Kinderbetreuung während der meist abendlichen Sitzungszeiten, das Anspruchsdenken von Frauen an sich selbst und an „die Politik“ allgemein (stundenlange Diskussionen über Klein-Klein), eine gewisse Abneigung gegen die Quote, fehlende Wertschätzung für ehrenamtliches politisches Engagement oder schlicht die Aussage „… zu viel zu tun mit Familie und Haus, nun bin ich zu alt“.

Fazit: Dicke Bretter

Alles in allem war es ein anregender Vormittag. Die GRÜNEN haben einen Spot auf eine gar nicht so neue gesellschaftliche Frage geworfen. Es müssen noch einige dicke Bretter gebohrt werden, um etwas zu verändern. Wir bedanken uns bei allen, die stehengeblieben sind und mitdiskutiert haben und hoffen, dass hier und da ein Impuls gesetzt werden konnte. Wo sonst, wenn nicht hier vor Ort, wo wir wohnen, leben, arbeiten und in die Schule gehen, ist es wichtig, dass sich mehr Frauen in die konkrete Politik einmischen.

dds

www.gruene-groetzingen.de

Im Gespräch vor Ort – GRÜNE Dialoginsel

Gerne mehr Frauen in die Politik. Aber wie?

Am Samstag, 24. Mai, sind die GRÜNEN Grötzingen von 9 Uhr bis 13 Uhr mit einer Dialoginsel auf dem Rathausplatz. Diesmal mit einer vielschichtigen Frage.

Nicht erst seit heute wünschen sich Bürgerinnen und Bürger mehr Frauen in der Politik. Zum einen um die Gesellschaft richtig abzubilden und zum anderen um politische Fragen und Themen aus noch mehr Perspektiven zu behandeln. Das bedeutet aber auch, dass sich mehr Frauen aktiv in die Diskussion relevanter Fragen einmischen.

Ein Wunsch, eine Aufforderung, der/die Menschen vielerorts, auch in Grötzingen, umtreibt.

Wir laden Sie daher ein, sich dazu mit uns bei einer „Dialoginsel“ in lockerer Atmosphäre während der Marktzeiten auszutauschen. Welche Schwierigkeiten, Chancen und Lösungen sehen Sie persönlich, damit sich mehr Frauen in der Politik engagieren? Unterstützt werden wir dabei von Jana Ritschel, der neuen frauenpolitischen Sprecherin der GRÜNEN im Kreisverband Karlsruhe.

Wir freuen uns auf einen anregenden Dialog mit jedem …. Frau, Mann, divers…..